Es ist ja schon ganz lustig: Man befindet sich selbst eigentlich ja in der “Berufsausbildung”, also der Ausbildung zum Lehrerberuf und schreibt viel über die Berufsausbildung seiner Schüler, aber nichts über seine eigene. Dies möchte ich hier mal zum Anlass nehmen, etwas über meine bisherige “Laufbahn” an der PH Thurgau zu reflektieren.
Im Moment bin ich gerade mitten in meinem zweiten Erfahrungspraktikum und selbst immer erstaunt, wie viel aus den verschiedensten Veranstaltungen an der PH ich doch in der Praxis brauchen kann. Es ist während der Theoriephasen nicht immer einfach, sofort zu merken, wozu das Gelernte gut sein soll, wennn nicht zum reinen Selbstzweck, aber während der Unterrichtsphasen merkt man doch, wie man sein theoretisches Wissen einstreut – zunächst in homöopathischen Dosen, aber je öfter man dies macht, desto mehr Sicherheit bekommt man und desto mehr fühlt man sich als “richtiger Lehrer”. Mir gings zumindest so.
Und dies hat in der Tat auch eine grosse Konsequenz für einen angehenden Berufschullehrer: Die Ausreden: “Ich sehe die Schüler doch eh nur selten” oder “In der Berufschule lernt man eh nicht viel, das meiste bekommt man im Beruf mit”, können hiermit eigentlich ausser Kraft gesetzt werden – steter Tropfen höhlt sozusagen den Stein. Auch am CYP sah man das sehr gut – wenige, dafür aber intensive Sequenzen hinterlassen bleibende Eindrücke bei den Lernenden. Und: Irgendwas bleibt immer hängen!
Bis zum nächsten Mal!
Juni 7, 2009 um 12:55 pm |
hallo Klaus,
ich schätze es, dass du kurze und überschaubare Artikel schreibst. Die Vorgabe der 300 Wörter pro Beitrag hat mich manchmal dazu ge- (ver-)führt, Exkurse zu machen, die nicht notwendig gewesen wären. DAs hatte dann so eine Art Rückkoppelungseffekt. Dann haben mich die Sachen auch interessiert. Unter einem quantitativen Druck schaue ich mir also Sachen an, die mich dann qualitativ interessieren. Funktioniert so auch Schule?
Schade finde ich, dass der Austausch dessen, was Einzelne in ihren Bloggs an Inhalten erarbeitet haben, nicht wirklcih stattgefunden hat. Ich frage mich, wie man Bloggs auch inhaltlich in Präsenzveranstaltungen einbeziehen könnte.
lilo
Lilo
Juni 21, 2009 um 2:21 pm |
Liebe Lilo,
ja, dass ist wirklich schwierig. Obwohl Max das Community Building groß auf unsere Agenda geschrieben hat, sieht die Umsetzung in der Praxis leider nicht so gut aus. Schade. Ich muss zugeben, dass ich selbst nicht immer alle IKT und BP Blogeinträge meiner Mitstudenten gelesen habe – die Informationsflut ist wirklch immens….
Gruß
Klaus